Übersicht
Welche Programme sprechen heute schon MCP?
Diese Seite beantwortet eine einfache Frage: Welche Programme kann ein KI-Assistent heute schon erreichen, und was darf er dort tun? Es ist eine gepflegte Liste zum Lesezeichen-Setzen, kein vollständiges Verzeichnis.


Vieles funktioniert bereits. Einiges noch nicht. Und die Liste verändert sich schnell. Das ist normal für eine junge Technik.
Eine Sache hilft beim Lesen, bevor der erste Eintrag kommt: Lesen und analysieren geht heute breit. Etwas verändern oder bezahlen ist begrenzt und braucht eine Bestätigung. Mit dieser Brille wird jeder Eintrag unten verständlich.
Lesehilfe
Wie lese ich diese Liste?
Stand: Juni 2026.
Jeder Eintrag trägt dieselben drei Zeilen. Wenn Sie das Muster einmal kennen, lesen sich alle weiteren Einträge in Sekunden: Was es ist, was die KI lesen darf und was die KI tun darf (und was noch nicht). Diese Dreiteilung ist die Grenze zwischen Nachschlagen und Verändern, ganz konkret gemacht.
Beispiel: Notizen auf Ihrem Computer
Tippen oder fahren Sie über eine Zeile, um zu sehen, was sie bedeutet.
Lesen läuft meist automatisch. Jede Aktion, die etwas verändert, also einen Termin anlegen, eine Datei verschieben oder die Heizung stellen, fragt vorher nach. Wichtig dabei: Ein verbundener Helfer heisst nicht, dass die KI Ihre Daten auswendig kennt. Zugriff ist kein Gedächtnis. Sie fragt jedes Mal neu bei der Quelle nach.
Einige Einträge sind in der Schweiz besonders relevant, andere fehlen hier noch. Beide Fälle stehen in der Liste. Lücken werden benannt, nicht versteckt.
Und noch eine ehrliche Einordnung zum Wort «verbunden»: Eine Verbindung kann brechen, wenn sich die Datenquelle ändert. Nicht jeder verfügbare Helfer läuft zuverlässig. Diese Liste ist ein Schnappschuss vom Juni 2026, kein Versprechen. Ein Dienst kann morgen mehr oder weniger können.
Heute verfügbar
Welche gängigen Programme funktionieren heute?
Diese Helfer kann eine nicht-technische Person heute nachvollziehen. Sie sind nach Risiko geordnet: rein lesende, harmlose Einträge stehen zuerst.
Eigene Notizen auf dem Computer
- Was es ist
- Eine Notiz-App auf Ihrem Gerät, etwa Obsidian, in der Sie über Monate Gedanken und Protokolle sammeln.
- Was die KI lesen darf
- Die KI durchsucht ein halbes Jahr eigener Notizen und findet Wiederkehrendes, zum Beispiel jede Kritik an einem Logo über sechs Monate hinweg.
- Was die KI tun darf (und was noch nicht)
- Rein lesend. Die Daten bleiben lokal auf dem Gerät, ein Abo ist nicht nötig. Eine neue Notiz schreibt die KI nur, wenn Sie es vorher bestätigen.
Dateien auf dem eigenen Computer
- Was es ist
- Ein einzelner Ordner auf Ihrem Rechner, auf den der Zugriff fest begrenzt ist, etwa der Ordner mit eingegangenen Rechnungen.
- Was die KI lesen darf
- Die KI liest PDFs, erkennt Datum, Absender und Betrag samt MWST und schlägt eine saubere Ablage mit klaren Dateinamen vor.
- Was die KI tun darf (und was noch nicht)
- Umbenennen und Verschieben fragt vorher nach («12 Dateien umbenennen und verschieben?»). Gescannte Bild-PDFs ohne Textebene brauchen vorher eine Texterkennung.
Smart Home über Home Assistant
- Was es ist
- Eine lokale Steuerzentrale fürs Zuhause (Home Assistant), die Sensoren, Heizung und Wallbox bündelt. Es gibt dafür einen offiziellen MCP-Anschluss.
- Was die KI lesen darf
- Die KI liest Stromverbrauch und Raumklima ohne Rückfrage und zeigt sie übersichtlich an.
- Was die KI tun darf (und was noch nicht)
- Heizung oder Wallbox stellen blockiert und fragt nach, bevor sich etwas Physisches ändert. Lokal betrieben bleibt alles im Haus, das ist die datenschutzfreundlichste Variante.
Google Workspace (Gmail und Kalender)
- Was es ist
- Ihr Mail-Postfach und Ihr Kalender bei Google, verbunden über die Anmeldung mit Ihrem Google-Konto.
- Was die KI lesen darf
- Die KI liest den Kalender automatisch und schlägt einen freien Termin vor, etwa den nächsten freien Slot um 14:00 Uhr.
- Was die KI tun darf (und was noch nicht)
- Einen Termin anlegen oder eine Mail-Antwort als Entwurf ablegen passiert nur nach Bestätigung. Für berufliche Nutzung lohnt sich ein Blick auf den Datenstandort der Daten.
Notion (Projekt- und Wissensdatenbank)
- Was es ist
- Eine geteilte Projekt- und Wissensdatenbank fürs Team. Notion betreibt selbst einen offiziellen, gehosteten MCP-Anschluss.
- Was die KI lesen darf
- Die KI findet überfällige Aufgaben in einer Kampagnen-Datenbank und zeigt sie mit Zuständigkeit und Fälligkeit an.
- Was die KI tun darf (und was noch nicht)
- Einen Kommentar anlegen fragt vorher nach. Es ist kein lokaler Aufbau nötig, die Anmeldung läuft über das Verbindungsmenü. Gesperrt ist es nur, wenn ein Admin Integrationen global abschaltet.
Ein ehrlicher Hinweis gilt für die ganze Liste: Nicht jeder verfügbare Helfer läuft zuverlässig, und mehr Helfer heisst nicht mehr Können. Ab einer gewissen Zahl verliert die KI den Überblick. Warum das so ist, steht auf der Seite Was MCP nicht ist.
Schweiz
Und was ist mit Schweizer Diensten?
Hier zeigen wir, was es gibt, und benennen offen, was noch fehlt. Globale Dienste wie Notion, Google, Dateien und Home Assistant sind zuerst dabei. Schweizer Kern-Infrastruktur hat noch keinen eigenen MCP-Anschluss. Die Wege dorthin führen über Gemeinschafts-Brücken oder Aggregatoren.
Diese Lücken sind kein Alarm. Sie sind ein Vertrauenssignal: Eine Liste, die nur Erfolge zeigt, wäre Werbung. Diese hier zeigt beides.
Schon verfügbar
SBB-Fahrplan
- Was es ist
- Eine inoffizielle Gemeinschafts-Brücke, die auf der offiziellen SBB-Mobility-Schnittstelle aufsetzt. Gemeinschafts-Brücke heisst: von Freiwilligen gebaut, nicht von der SBB selbst.
- Was die KI lesen darf
- Die KI liest Verbindung, Gleis und Halbtax-Preis aus echten Fahrplandaten, zum Beispiel die schnellste Verbindung nach 14:00 Uhr nach Bern.
- Was die KI tun darf (und was noch nicht)
- Nachschlagen funktioniert. Gekauft und bezahlt wird weiter im Browser, nicht im Chat. Die KI zeigt dafür einen Link zum Ticketkauf.
Liquidität über einen Schweizer Aggregator
- Was es ist
- Ein Schweizer Aggregator (Finch über SIX bLink), der mehrere Bankkonten zusammenführt und zum Beispiel UBS und PostFinance erreicht. Aggregator heisst: ein Dienst, der Daten aus mehreren Quellen bündelt.
- Was die KI lesen darf
- Die KI führt Kontostände rein lesend zusammen und zeigt eine Liquiditäts-Übersicht in Franken, inklusive Warnung bei tiefem Saldo.
- Was die KI tun darf (und was noch nicht)
- Nur lesen. Zahlungen oder Überweisungen aus dem Chat gehen nicht. Für lizenzierte KMU ist die lesende Zusammenführung DSG-konform.
Noch nicht verfügbar
Twint
- Was es ist
- Die in der Schweiz verbreitete Bezahl-App.
- Was die KI lesen darf
- Kein MCP-Anschluss vorhanden.
- Was die KI tun darf (und was noch nicht)
- Bezahlen über die KI ist nicht möglich. Twint ist das Schweizer Beispiel für einen gemeinsamen Standard über alle Banken hinweg, hat aber selbst noch keinen MCP-Anschluss.
Offizieller SBB-Ticketkauf
- Was es ist
- Der Kauf und die Bezahlung eines Billetts direkt über die SBB.
- Was die KI lesen darf
- Fahrpläne lassen sich über die Gemeinschafts-Brücke lesen (siehe oben).
- Was die KI tun darf (und was noch nicht)
- Den Kauf abschliessen und bezahlen geht nicht über die KI. Das passiert weiter auf SBB.ch.
Zahlungen bei Schweizer Banken
- Was es ist
- Überweisungen und Zahlungsaufträge bei UBS, PostFinance, Raiffeisen und anderen.
- Was die KI lesen darf
- Kontostände lassen sich über einen Aggregator lesend zusammenführen (siehe oben).
- Was die KI tun darf (und was noch nicht)
- Eine Zahlung auslösen geht nicht. Keine Schweizer Bank lässt Zahlungsaufträge über offene KI-Verbindungen zu.
Swisscom, SwissID, SRF Play
- Was es ist
- Telekom-Dienste, das digitale Login SwissID und die Mediathek SRF Play.
- Was die KI lesen darf
- Kein MCP-Anschluss für Endkundinnen und Endkunden vorhanden.
- Was die KI tun darf (und was noch nicht)
- Über die KI nicht erreichbar. Diese Dienste haben heute schlicht keinen eigenen Anschluss.
Migros, Coop, Post-Briefe digital
- Was es ist
- Cumulus und Supercard, Einkaufslisten und die digital zugestellten Briefe der Post.
- Was die KI lesen darf
- Kein MCP-Anschluss vorhanden.
- Was die KI tun darf (und was noch nicht)
- Über die KI nicht erreichbar. Auch hier fehlt bisher ein Anschluss.
Schweizer Dienste fehlen heute oft nicht aus Unwille, sondern weil der Anschluss schlicht noch nicht gebaut ist. Das ändert sich.
Überblick behalten
Wie behalte ich den Überblick?
Eine nüchterne Faustregel hilft: Drei bis fünf aktive Helfer gleichzeitig sind in der Praxis das sinnvolle Maximum. Danach verliert die KI den Überblick und wird langsamer oder vergesslicher. Weniger ist hier oft mehr.
Bevor Sie einen neuen Helfer verbinden, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Prüf-Checkliste: Sicherheit und Datenschutz bei MCP. Und wenn Sie wissen möchten, warum nicht jeder Helfer zuverlässig läuft und warum Lesen heute weiter geht als Handeln, finden Sie die ehrliche Grenzen-Sicht unter Was MCP nicht ist.
Diese Liste ist ein Schnappschuss vom Juni 2026. In einem Jahr sieht sie anders aus. Das ist der Normalzustand einer jungen Technik, kein Mangel.
